Wohin mit der Verpackung?

Wohin mit der Verpackung?

Sascha Halek

Auch bei umweltfreundlichen und recyclebaren Verpackungsmaterialien gilt es bei der Entsorgung einige Dinge zu beachten. Denn Müll ist nicht gleich Müll. 

Biologische Verpackungen in den Restmüll oder Recycling-Prozess? 

Eine getrennte Sammlung ist sinnvoll und obwohl es seltsam klingt, ist eine Entsorgung über den Restmüll ebenso möglich. Es werden nämlich nicht alle getrennt gesammelten Verpackungen, aufgrund der nicht sortenreinen Materialien, wiederverwertet. So ist es durchaus möglich, dass diese nach der Sammlung thermisch verwertet werden und schlussendlich als Energiespender für die Wärmegewinnung funktionieren. 

Wohin mit den biologischen Verpackungen? 

Kompostierbare und biologisch abbaubare Produkte werden mit den „Keimling Zeichen“ und der dafür ins Leben gerufene DIN13432 gekennzeichnet. Das bestätigt, dass die Produkte in max. 90 Tagen in den entsprechenden industriellen Kompostanlagen in einige wenige festgelegte Bestandteile zerfallen. Inwieweit die Anlagen diesen Prozess einhalten oder kürzerer Intervalle haben, ist nicht eindeutig festgelegt. 

Damit wird der Zerfallprozess nicht ganz abgeschlossen und die Reste sind zu groß. Aktuell sind die anfallenden Mengen nicht groß genug, um diese einer separaten Schiene zuzuführen. Daher ist eine thermische Verwertung durchaus sinnvoll. Nicht vergessen darf man, dass auch Kompostieranlagen Energie benötigen und somit fossile Stoffe verbrauchen.

Sind Produkte aus BioKunststoffen recyclebar? 

Selbstverständlich werden Bio-Kunststoffe wie PLA vollkommen recycelt. Diese können bei der Sortierung von anderen Kunststoffverpackungen getrennt werden, allerdings sind die Mengen aktuell nicht groß genug, um deren Entsorgung sinnvoll und im großen Stil durchzuführen

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